Buchempfehlung: Langsames Denken, schnelles Denken -Daniel Kahneman

Aug 13, 2024

Liebe Leserin, lieber Leser!

 

Warum sind unsere Entscheidungen oft schlecht? Und was hat die WYSIATI-Regel damit zu tun?

Ich werde noch öfter das Werk von Daniel Kahneman empfehlen „Schnelles Denken, Langsames Denken“ und ich werde es auch noch öfter anhören und lesen, da so unheimlich viel über unsere Entscheidungen und die Beweggründe dahinter dort zu finden ist.


Kahneman bietet sehr viel, vorweg ein wesentlicher Aspekt, der vielen bekannt vorkommt. Das menschliche Gehirn wird in System 1 und System 2 aufgeteilt.

System 1 ist schnell, intuitiv und agiert automatisch. System 2 ist langsam, bewusst, analytisch und löst komplexe Aufgaben. Jeder kennt das, aber wer kann das?

 

Heute möchte ich auf die WYSIATI-Regel eingehen. Die Buchstaben stehen für „What You See Is All There Is“, was soviel bedeutet wie: wir nutzen immer nur die Informationen zur Beurteilung eines Sachverhalts, die offensichtlich sind und uns leicht zugänglich sind. Welche Informationen uns in dem Kontext fehlen könnten, bedenken wir dabei oft nicht.

Um eine wohl überlegte Entscheidung treffen zu können, braucht es die Aktivierung von System 2, um all die Vereinfachungen durch die WYSIATI-Regel zu berücksichtigen. Konkret sind das folgende:

 

1. Begrenzte Informationsbasis:

Menschen neigen dazu, mit dem zu arbeiten, was ihnen zur Verfügung steht, ohne sich bewusst zu machen, dass diese Informationen unvollständig oder sogar verzerrt sein könnten. Da unser Gehirn darauf ausgelegt ist, schnell zu arbeiten (System 1), akzeptieren wir oft die Informationen, die wir haben, als ausreichend.
2. Illusion des Verständnisses:

WYSIATI führt oft zu einer Illusion des Verständnisses. Wenn wir nur das berücksichtigen, was wir sehen oder wissen, sind wir geneigt zu glauben, dass wir die Situation vollständig verstehen. Diese Illusion kann dazu führen, dass wir übermäßig selbstbewusst in unseren Urteilen sind.

3. Fehlende Kontextinformationen:

Oft sind die Informationen, die uns zugänglich sind, aus dem Kontext gerissen oder unvollständig. Trotzdem neigen wir dazu, diese Informationen als repräsentativ für das Ganze zu betrachten. Dadurch werden wichtige Faktoren oder alternative Perspektiven übersehen.

4. Kombination mit anderen Heuristiken:

WYSIATI verstärkt oft die Wirkung anderer kognitiver Verzerrungen und Heuristiken, wie zum Beispiel die Ankerheuristik oder die Verfügbarkeitsheuristik. Wenn wir uns beispielsweise stark auf einen „Anker“ stützen (eine erste Information, die uns gegeben wurde), und andere relevante Informationen fehlen, wird dieser Anker unverhältnismäßig einflussreich.

 

In der Praxis heißt das für Sie:

Bleiben Sie gut informiert und holen Sie sich Expertise, sobald es um die Belange Ihrer Kanzleientwicklung geht. Wägen Sie ab und fragen Sie nach einer weiteren Meinung. Eine Möglichkeit finden Sie hier

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 Kurze Eigenwerbung: Sommerzeit ist Lesezeit!

Daher freut es mich sehr, wenn Sie mein Buch bestellen, weiterempfehlen oder verschenken. hier Kanzleierfolg ist planbar bestellen.

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Genießen Sie den Sommer

Herzlichst

Ihr Stefan Eisl